Bamberg. Am 20. September 2026 fand in Bamberg das Across Cultures Film Festival (ACFFB) statt. Das internationale Kurzfilmfestival brachte Filmschaffende, Gäste und Geschichten aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammen. Im Mittelpunkt standen Themen wie Identität, Familie, Migration, Hoffnung, Begegnung und gesellschaftliches Zusammenleben.
Initiiert wurde das Festival von Haroun Rasheed, Schauspieler, Medienschaffender und Auszubildender an der Dr. Selma Graf Schule in Bamberg. Mit dem Festival möchte er einen Ort schaffen, an dem Geschichten über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg sichtbar werden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Internationale Filme und gemeinsame Erfahrungen
Für die erste Ausgabe des Festivals wurden Kurzfilme aus verschiedenen Ländern eingereicht. Die ausgewählten Produktionen erzählten ganz unterschiedliche Geschichten und spiegelten verschiedene kulturelle Perspektiven und Lebensrealitäten wider.
Trotz unterschiedlicher Herkunft und Sprachen wurde während des Festivaltages deutlich, wie viele menschliche Erfahrungen universell sind. Themen wie Familie, Zugehörigkeit, Verlust, Hoffnung oder die Suche nach der eigenen Identität verbinden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft.
Gerade darin liegt eine besondere Stärke des Films: Er ermöglicht es dem Publikum, für einige Minuten eine andere Perspektive einzunehmen und Einblicke in das Leben anderer Menschen zu erhalten.
Ein internationales Filmfestival mitten in Bamberg
Mit der Veranstaltung in Bamberg wollte das Organisationsteam zugleich einen kulturellen Beitrag für die Stadt leisten und internationalen Kurzfilmen eine lokale Bühne bieten.
Unterstützt wurde das Projekt von der Dr. Selma Graf Schule und der Diakonie. Die Zusammenarbeit machte die Durchführung der ersten Ausgabe möglich und zeigt zugleich, dass berufliche Bildung, gesellschaftliches Engagement und kulturelle Projekte miteinander verbunden werden können.
Für Festivalgründer Haroun Rasheed hat diese Verbindung eine besondere Bedeutung. Er absolviert selbst seine Pflegeausbildung an der Dr. Selma Graf Schule und beschäftigt sich parallel seit vielen Jahren mit Film, Medien und kulturellen Projekten.
Was Pflege und Film miteinander verbindet
Auf den ersten Blick liegen Pflegeausbildung und Filmfestival weit auseinander. Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch eine zentrale Gemeinsamkeit: Beide beschäftigen sich mit Menschen und ihren Geschichten.
Pflegekräfte begegnen täglich Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Sprachen, kulturellen Hintergründen und Erfahrungen. Professionelle Pflege verlangt deshalb neben fachlichem Wissen auch Kommunikation, Respekt, Empathie und die Bereitschaft, individuelle Lebensgeschichten wahrzunehmen.
Auch Filme können solche Perspektivwechsel ermöglichen. Sie erzählen persönliche Geschichten, machen andere Lebensrealitäten sichtbar und können dazu beitragen, kulturelle Unterschiede besser zu verstehen.
Gerade für einen Ort wie eine Pflegeschule erhält ein interkulturelles Filmfestival dadurch eine zusätzliche Bedeutung.
Nach der Premiere soll es weitergehen
Die erste Ausgabe des Across Cultures Film Festivals markiert für die Organisatoren nicht das Ende, sondern den Beginn eines langfristigen Projekts.
Nach dem Festivaltag in Bamberg laufen bereits die Vorbereitungen für die zweite Ausgabe des Across Cultures Film Festivals 2027.
Das Ziel bleibt dabei unverändert: Filmschaffenden aus unterschiedlichen Ländern eine Bühne zu geben, kulturellen Austausch zu fördern und Menschen durch Geschichten miteinander zu verbinden.
Denn manchmal braucht es keine langen Erklärungen, um eine andere Lebenswelt zu verstehen.
Manchmal reicht ein Film.
PflegeRadio Redaktion